Können Sie das lesen?
Das soll Federhalter heißen!
Erkennen Sie viel leicht in diesem Bild die Handschrift Ihres Kindes?
Wenn dem so ist, dann lesen Sie unbedingt weiter!
Warum die Schreibschrift so wichtig ist!?!
Die Diskussionen über die Schreibschrift wollen einfach nicht enden. Die Gemüter erhitzen sich bei diesem Thema immer wieder. Die Kultusministerien der Länder fordern nach der Schuleingangsphase eine flüssige, formklare und leserliche Druckschrift. In einigen Bundesländern wurde die Schreibschrift gar abgeschafft oder den Lehrern freigestellt, ob Sie diese unterrichten oder nicht. Am Ende der 4. Klasse sollen die Schüler mit einer gut lesbaren individuellen Handschrift formklar, flüssig und in angemessenem Tempo schreiben können. Doch entspricht das den Anforderungen der weiterführenden Schulen?
Kann man das Schreiben wirklich nur nach dem Hören lernen?
Welche Bedeutung hat die Schreibschrift für den Schriftspracherwerb in der Grundschule?
Ein spezieller Schreiblehrgang ist für das Erlernen der Schreibschrift unabdingbar. Graphomotorische Fähigkeiten müssen systematisch ausgebildet, die flüssigen Schreibbewegungen bewusst erlernt und trainiert werden. Das formgerechte, proportionale und flüssige Schreiben von Buchstaben und Buchstabenverbindungen können Kinder nicht selbständig erlernen. So spielt u.a. die Auge-Hand-Koordination eine wichtige Rolle. Das Einhalten der Wortgrenzen und das Beachten von Ober- und Unterlängen der Buchstaben fällt vielen Kindern sehr schwer. Sie haben Probleme, in der Lineatur zu bleiben. Die Groß- und Kleinschreibung ist schwierig.
Mit der Entwicklung der Schreibfähigkeit gewinnt neben der grafischen auch die orthografische Komponente an Bedeutung. So ist ein signifikanter Zusammenhang zwischen einer flüssigen, gut lesbaren Schreibschrift und einer sicheren Rechtschreibung zu sehen. Deshalb sind die Kinder auf eine individuelle Begleitung beim Schreibschriftlernen und auf ausreichend Zeit zum Üben angewiesen. Sprachforscher sind sich einig ohne Vormachen, Nachmachen, Erklären und Üben geht es nicht!
Die Druckschrift ist eine Leseschrift und die Vereinfachte Ausgangsschrift (VA) ist keine Schreibschrift. Damit werden seit 40 Jahren in Deutschland den Kinder die Freude am Schreiben verwehrt, Semi-Analphabeten hervorgebracht.
Die vereinfachte Schrift hat der fließenden Schreibbewegung den Garaus machte, und dass kann man an fast jeder Schülerhandschrift sehen. Das beliebte "Buchstabenkillern" bekommt hier wohl eine zusätzliche Dimension.
*Herr Grünewald war Grundschullehrer und gilt als "Erfinder" der VA.
Semi-Analpha beten
In Deutschland gibt es über zehn Millionen Semi-Analphabeten. Semi-Analphabeten sind Erwachsene und Schüler, die nicht lesbar schreiben können, weil es Ihnen in der Schule nicht beigebracht wurde. Entsprechend schlecht fällt ihre Lese- und Recht - Schreibfähigkeit aus!
Kinder lernen schreiben nicht vom Schreibgerät, sondern durch richtige Schreib-Lehr-Anleitung. Und weil Lehrer/innen die Schreiblehrausbildung FEHLT, kann kein Schreibgerät der Welt dafür sorgen, dass aus einem Schreibunkundigen ein Schönschreiber wird!
Schreiben findet immer zuerst im Kopf statt. Sobald das Wort zu Ende gedacht ist, fließt es wie selbstverständlich aus Hand und Stift auf das Papier. Dabei konzentriert man sich auf das Wort, nicht auf den Buchstaben.
Das ist der Moment, der über Lesbarkeit entscheidet.
Links
Links zum Thema Schreibschrift:
https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2017-11/schreibschrift-grundschrift-schule-streit
Große Überschrift
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